Mecklenburg-Vorpommern-Tipps

Auswahl Sehenswertes

Sehenswertes und Ausflugsziele   

suchen 
Region:
 
Kategorie:
 
Suchwort:
 

St. Georg in Grabow

Die Kirche St. Georg in Grabow

→Beschreibung, →Karte

Fotos:
Minibilder klicken bzw. tippen!
S�t�.� �G�e�o�r�g� �i�n� �G�r�a�b�o�w���
St. Georg in Grabow
Kirchenschiff und -turm
S�t�a�d�t�b�l�i�c�k� �m�i�t� �K�i�r�c�h�t�u�r�m���
Stadtblick mit Kirchturm
Blick über die Eldebrücke auf das Stadtzentrum, aus dem der Kirchturm hoch heraus ragt
M�a�r�k�t�a�n�s�i�c�h�t���
Marktansicht
Die Grabower Kirche mit ihrem schönen Kirchturm und das Rathaus

→Fotos

Die Kirche steht in der malerischen Innenstadt aus Fachwerkhäusern.
Von der ursprünglicher Erbauung gegen Ende des 13. Jahrhunderts bis zu ihrer heutigen Gestalt blickt die St. Georgskirche auf eine bewegte und mehrfach tragische Geschichte zurück. Wenige Jahrzehnte nach ihrer Erbauung unterstellte man sie dem Kloster der Zisterzienserinnen in Eldena. Im Jahre 1499 wurde sie durch Brand bis auf die Grundmauern vernichtet. Auf die Zeit des Wiederaufbaus folgte die Reformation und so wurde sie ab 1534 zu einer evangelischen Kirche.
1609 ließ die damalige Herzogenwitwe Anna, die im Grabower Schloss wohnte (1603 war die Grabower Burg zum Schloss umgebaut worden und diente danach als Witwensitz der Schweriner Herzoginnen), die Kirche abreißen und durch eine größere ersetzen. Doch auch diesem Kirchenbau war kein langer Bestand vergönnt.
Als 1725 ein Feuer die ganze Stadt vernichtete, blieben nur die Umfassungsmauern übrig. Der Wiederaufbau war 1733 fertig und 1734 wurde der Innenraum mit einer Renaissancekanzel (mit reichem Schnitzwerk) von 1555 aus Lübeck, und einem Altarschrein aus Hamburgs Petrikirche ausgestattet. Die Herkunft (Meister Bertram) und der Wert dieses, heute unter dem Namen "Grabower Altar" bekannten Kunstwerkes spätmittelalterlicher Tafelmalerei war damals noch nicht vollständig bekannt. Es ist wohl der älteste vollständig erhaltenen Flügelaltar Norddeutschlands. Bei einem verheerenden Stadtbrand 1842 in Hamburg, erlitt die Petrikirche großen Schaden und der Altar wäre wohl auch ein Opfer der Flammen geworden, doch er stand ja zu dieser Zeit hier in der Grabower Kirche.
1747 ersetzte man das Gewölbe in den Seitenschiffen durch hölzerne Flachdecken, im Mittelschiff durch eine Tonnendecke. Auf das Turmuntergeschoss wurde ein Glockengeschoss in Fachwerkbauweise mit einem flachen Pyramidendach aufgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt waren nach dem Stadtbrand fast alle Häuser neu, und ebenfalls in Fachwerkbauweise wieder aufgebaut, so dass sich der neue Glockenturm harmonisch in das übrige "neue" Stadtbild eingefügte.
Es folgten jedoch weitere Schicksalsschläge, wie Turmschaden durch Blitzschlag, die Nutzung als Magazin während der Napoleonischen Kriege und infolge dessen nötige Reparaturen. Das Turmuntergeschoss erhielt erst einmal eine flache Nothaube.
1906/07 wurde der wertvolle Altar an die Hamburger Kunsthalle verkauft. Dadurch konnten die Mittel zur Rekonstruktion des Turmaufsatzes nach alten Kupferstichen aufgebracht werden. Der Turmaufbau erfolgte zweigeschossig aus Backsteinziegeln, erhielt zwei Stufengiebel und ist seit dem mit einem kupfergedecktem Satteldach samt Dachreiter bedeckt. Während des 2. Weltkrieges wurden zwei der Glocken für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Das Geläut wurde 1956 wieder vervollständigt. 1986 bis 1992 wurde der Turm fachgerecht saniert und neu mit Kupfer gedeckt. 1997 bis 2002 fanden Sanierungsarbeiten im Innenraum und an der Fassade statt und das Kirchendach wurde neu eingedeckt. Im Jahre 2002 erhielt die St. Georgsgemeinde ein Modell des ursprünglichen "Grabower Altars" von der Kunsthalle Hamburg als Geschenk.
Wünschen wir dieser Kirche, dass sie zukünftig vor Schaden bewahrt bleiben möge.
Auf der Internetseite der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Grabow können Sie sich über Gottesdienstzeiten und verschiedene Angebote informieren. Dort finden Sie auch Fotos vom Innern der Kirche und der Ausstattung sowie Interessantes zum Bauwerk. Das Gemeindehaus und in ihm das Gemeindebüro ist im Pfarrhaus Kirchenplatz 2.

Inhaltliche Quellen:
Hompage der ev. luth. Kirchgemeinde Grabow
Wikipedia-Seite über Meister Bertram
Wikipedia-Seite über den Grabower Altar

 

Sehenswertes in Westmecklenburg

 

Hinweise für Sie:

Maße und Preise


 
Seitenkennung: OB69
PK: A

 

 © Sabine Radtke (www.7soft.com), 2011 - 2018,
 ⇒  Über sehenswertes-entdecken.de,  ⇒  Kontakt und Impressum,  ⇒  Datenschutzerklärung,  ⇒  Sitemap
Links: Sehenswertes aus aller Welt, Sehenswertes gemalt