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Die Kirche des Klosters Dobbertin

Das Kloster Dobbertin und der zugehörige Klosterpark am Dobbertiner See

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Sie können den Besuch des Dobbertiner Klosters mit einem herrlichen Spaziergang durch den Klosterpark am Ufer des Dobbertiner Sees verbinden, wenn Sie als Ausgangspunkt den im Ort befindlichen Campingplatz bzw. die Kanustation auswählen. Von dort aus gehen Sie in südöstlicher Richtung und überqueren zunächst die Mildenitz, die hier aus dem Dobbertiner See hinaus weiter in Richtung Sternberg fließt. Das Wasser plätschert munter über eine an dieser Stelle eingerichtete Fischtreppe. So können die Fische auch gegen den Strom schwimmen um z. B. ihre Laichplätze zu erreichen. Der Weg geht weiter vorbei an Efeu bewachsenen Stämmen und unter den Kronen von prächtigen alten Bäumen zwischen Graben und Seeufer entlang. In Abständen gibt es immer wieder Zugänge an den See. Dann treten Sie aus dem Schatten der Bäume heraus und sehen die ersten zum Kloster gehörenden Gebäude aus roten Backsteinziegeln. Der Weg führt am Seeufer weiter und bald erblicken Sie die doppeltürmige Klosterkirche, die besonders wenn sie am Nachmittag von der Sonne angestahlt wird, Ihnen zielgelrot entgegen leuchtet. Noch links vor der Kirche sehen Sie ein hell verputztes wie ein Herrenhaus wirkendes Gebäude. Es ist das zwischen 1751 und 1756 erbaute Klosterhauptmannhaus. Zwischen ihm und der Kirche mit dem angegliederten Klausurgebäude befindet sich eine parkartige Grünfläche.
Die heutige, äußere Hülle einer besonders schönen, neogotischen Backsteinkirche erhielt die eigentlich gotische und aus dem 14. Jahrhundert stammende, mittelalterliche Klosterkirche im 19. Jahrhundert. Sie wurde zwischen 1828 und 1837 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel und unter der Leitung des Baumeisters Georg Adolf Demmler neu gestaltet. Als Vorbild diente die Friedrichswerdersche Kirche am Werderschen Markt in Berlin Mitte. Der einschiffige Innenraum wurde jedoch baulich kaum verändert und ist mit seinem Kreuzrippengewölbe erhalten. Im Westteil unter der Nonnenempore befindet sich eine zweischiffige Halle, deren Kreuzrippengewölbe von Granitpfeilern getragen wird.
Zur Innenausstattung gehört ein 1586 aus Sandstein gefertigtes, mit Ornamenten gestaltetes Taufbecken. Das Gestühl und der Kanzelaltar sind barock. Der dreiflügelige Kreuzigungsaltar und die ihn umgebenden farbigen Fensterbilder des Chorraumes sind aufeinander abgestimmt. Der Künstler des Altarbildes, der Schweriner Hofmaler Gaston Lenthe, entwarf auch das Bild im mittleren Chorfenster mit der Auferstehung und der Himmelfahrt Christi. Die vier Seitenfenster wurden vom Maler Gustav Stever entworfen. Der Schweriner Glasmaler Ernst Gillmeister verwirlichte die Entwürfe beider Maler dann meisterlich.
Südwestlich ist an die Kirche der sehr sehenswerte, einen Innenhof einfassende, vierflüglige Kreuzgang mit Kreuzrippengewölbe aus dem 13. und 14. Jahrhundert angegliedert. Im Kreuzgang erinnern alte Grabplatten an ehemalige Klosterbewohner. Über ihn gelangt man auch in das zweischiffige Refektorium. Dieser Saal, errichtet im 13. Jahrhundert, gehört zu den ältesten Räumen des Klosters. Sein Krezrippengewölbe ruht auf drei Kalksteinsäulen.
Geschichte des Klosters
Fürst Heinrich Borwin I. von Mecklenburg gründete das Kloster um das Jahr 1220 herum gemeinsam mit seinen Söhnen Heinrich Borwin II. und Nikolaus II. und legte es in die Hände von Mönchen des Benediktinerordens. Doch etwa 15 Jahre später wurde es zum Kloster der Benediktinerinnen. Nach der Reformation war es dann von 1572 bis 1918 ein evangelisches Damenstift. Mit Ende der Monarchie 1918 kam das Kloster mit allen Besitzungen unter die Verwaltung des damaligen Freistaates Mecklenburg-Schwerin. Im Sommer 1933 wurde der Verein Klosterkonvent Dobbertin e. V. gegründet. Ab 1942 wurden in den Klostergebäuden ausgebombte Familien untergebracht. 1943 richtete man im Klosterhaupmannhaus ein Heim für werdende Mütter mit Entbindungsstation ein. 1945 bis 1947 war das Kloster Quartier der sowjetischen Truppen. Seit 1947 wurde es dann als Alten- und Pflegeheim und ab 1961 von der Bezirksnervenklinik in Schwerin genutzt. Nach der Wende, seit 1991 hat das Diakoniewerk Kloster Dobbertin GmbH die gesamte Klosteranlage in Trägerschaft übernommen und dort ein Pflegeheim für Körperbehinderte, eine Werkstatt und eine Schule für Behinderte eingerichtet. Seit 1991 wurden am Kloster Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten durchgeführt und auch neue Gebäude errichtet.
Im Kloster finden Konzerte statt und es werden Führungen angeboten. Im Gebäude neben dem Klosterhauptmannhaus befindet sich das Klostercafé. Dort können Sie bei leckerem Kuchen den weiten Blick über den See genießen. Im Januar 2012 war das Café im Refektorium geöffnet. Das Diakoniewerk Kloster Dobbertin stellt Ihnen Informationen zu Öffnungszeiten der Innenräume und des Cafés und Terminen für Führungen bereit.
 
Textquellen: (Hieraus wurden einige Fakten entnommen)
- Seite über das Kloster Dobbertin auf Wikipedia
- Buch: Kunstland DDR, Josef Adamiak, Rudolf Pillep, VEB E. A. Seemann Buch- und Kunstverlag Leipzig 1979

Fotos:
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Kirche
Südostansicht der Klosterkirche
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Klosteranlage
links das Klausurgebäude
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Am See
Schiffsanlegestelle am Seeufer des Klostergeländes
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Teil der Anlage
Refektorium
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Gotik
Kreuzgang (Nordflügel)
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Detail
Schlussstein im Gewölbe des Kreuzganges
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Kreuzgang
An den Wänden wurden alte Grabplatten aufgehängt.
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Ausblick
Der vom vierfügligen Kreuzgang eingeschlossene Innenhof
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Relief
Alte Grabplatte
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Weite
Abendstimmung am Dobbertiner See
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Fluss durch den Klosterpark
Fluss Mildenitz, Fischtreppe
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Licht
Sonnenuntergang über dem Dobbertiner See
P�a�r�k���
Park
Im Klosterpark
W�i�n�t�e�r�l�i�c�h�e�r� �S�e�e���
Winterlicher See
Blick auf den am Ufer gefrierenden Dobbertiner See
G�e�b�ä�u�d�e���
Gebäude
Damenhäuser
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Park und Kirche
Blick über die Parkfläche zur Klosterkirche
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Zwei Türme
Westseite der Kirche
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Schöner Giebel
Klausurgebäude
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Baustil
Klosterkirche, neogotische Außenhülle
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Haus
Klosterhauptmannhaus
 

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