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Die Dorfkirche in Damshagen

Die gotische Backsteinkirche St. Thomas in Damshagen, im Innern barock gestaltet

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Zwischen Grevesmühlen und dem Städtchen Klütz liegt eingebettet in die herrliche Landschaft "Klützer Winkel" seit über 780 Jahren das Dorf Damshagen mit seiner St.-Thomas-Kirche. Der Ort, von deutschen Siedlern gegründet, hieß ursprünglich Thomashagen und wurde wie die Kirche bereits im Ratzeburger Zehntregister, einer im Jahre 1230 erstellte Urkunde über die Erhebung und Aufteilung des Zehnten für alle Dörfer im Bistum Ratzeburg, urkundlich erwähnt. Dieses historische Dokument befindet sich heute im Landeshauptarchiv in Schwerin.
Zuerst gab es hier wohl eine Kirche aus Holz. Einziges erhaltenes Ausstattungsstück der Vorgängerkirche ist die Tauffünte aus Granit aus dem frühen 13. Jh. Um 1330 wurde die Holzkirche durch einen Steinbau ersetzt. Die einschiffige, gotische Kirche hat einen Chor, der mit 5 Seiten eines Achtecks nach Osten abschließt. Außen wie innen gab es im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Umbauten. An der Nordseite sind zwei Kapellen angebaut worden. Eine ist eine Grabkapelle, in der anderen befand sich der Aufgang zum Patronatsgestühl. 1730 wurde im Westen ein rechteckiger Turm mit Pyramidenhelm angesetzt.
Betritt man die Kirche, erblickt man kein gotisches Kirchenschiff, sondern einen Saalbau im Stil des 18. Jahrhunderts. Anstelle der früheren Gewölbe findet sich eine durchgehende leicht tonnengewölbte Decke die auch den Chor mit überspannt. Die räumliche Trennung von Kirchenschiff und Chor wird nur dadurch deutlich, dass der Boden des Chores zwei Stufen höher als der des Kirchenraumes liegt. Der ganze Raum wirkt hell und freundlich. Die Farben Weiß, Blau, Grau und Akzente in Gold sind harmonisch aufenander abgestimmt.
In die Fenster in der Südwand sind aus farbigem Glas Wappen der Patronatsfamilien eingearbeitet.
Der barocke Kanzelaltar wurde 1724 von dem Lübecker Bildhauer Hieronymus Hassenberg angefertigt. Die zugehörigen Figuren sind im Moment (2012) nicht integriert, da sie restauriert werden müssen. Rechts und links des Altars befindet sich platziert an den Wänden des Chores das ehemalige Gutsherrngestühl. Die Orgel mit sechs Registern, 324 Pfeifen aus Metall (Blei, Zinn) und Holz und einem kunstvoll gestalteten Prospekt stammt aus dem Jahr 1844 und befindet sich auf der Westempore. Die Patronatsloge an der Nordwand kann nicht betreten werden, weil die Treppe dahinter fehlt. Von den ursprünglich drei Glocken der Kirche ist die größte, gegossen 1469, erhalten. Die beiden kleineren Glocken wurden im 20. Jahrhundert zu kriegszwecken eingeschmolzen.
In der Grabkapelle auf der Nordseite befinden sich zwei aufwendig gearbeitete, barocke Sandsteinsärge. In Ihnen wurden die sterblichen Hüllen des Oberstallmeisters und Gutsherrn Hartwig von Bülow (war Patronatsherr der Kirche) und seiner Ehefrau Christina, die beide am selben Tag im Jahre 1729 verstarben, bestattet. In der Kirche befinden sich links und rechts der Tür die großen Grabsteine des Berend von Plesse († 1555) und seines Sohnes Kord († 1601).

Die Kirche steht von Ostern bis zum Reformationstag täglich für Besucher offen.
Die Gemeinde benötigt dringend Geld, um notwendige Reparatur- und Sarnierungsatrbeiten an der Kirche (z. B. Dach, Altarfiguren, Turmuhr, ...) ausführen zu lassen. Zur aktiven Unterstützung der Sanierungsmaßnahmen hat sich 2008 ein Förderverein gegründet. Auf der Internetpräsenz der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Damshagen könne Sie sich über Gemeindeveranstaltungen, Gottesdienste und die Aktivitäten des Förderverein der Kirche informieren. Dort finden Sie auch die Kontoangaben, falls Sie die Kirchensanierungsarbeiten mit einer Spende finanziell unterstützen möchten.
Textquellen: (Hieraus wurden einige Fakten entnommen)
Seite über die St.-Thomas-Kirche Damshagen auf Wikipedia

Fotos:
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Thomaskirche
Südansicht der ganzen Kirche
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Fenster
Wappenfenster an der Südwand
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Ein Wappen
Wappen von Berend von Plesse
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Kapelle
Die Steinsärge in der Grabkapelle
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Osthälfte
Chor mit Stützpfeilern und Eingang
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Chor
Wintersonne scheint auf den Chor
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Westhälfte
Kirchturm mit Pyramidenhelm
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Innen
Blick auf den Altar
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Orgel
Orgel und Empore
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Filigran
Detail der Orgel
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Steinern
Tauffünte aus dem frühen 13. Jh.
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Besondere Plätze
Links oben Patronatsloge, rechts Gutsherrngestühl
 

Sehenswertes in der Landschaftsregion Ostsee- und Boddenküste

 

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